Obstklaubm - nix vawiastn

Das Projekt „Obstklaubm - nix vawiastn“ startete im Herbst 2014. Die Initiative verbindet soziales Engagement, Integration von Migranten, Landschaftspflege und einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln.

Zum Projekt

Das Sozial- und Freiwilligenprojekt „Obstklaubm – nix vawiastn“ des Naturpark Obst-Hügel-Land, das von einigen Weltverbesserern ins Leben gerufen wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, Streuobst, das auf den Wiesen liegen bleibt und die Zeit von Menschen im Asylwerberheim, die nicht arbeiten dürfen, zusammen zu bringen. Die Migranten sorgen dafür, dass die kostbaren Lebensmittel nicht auf der Erde verfaulen sondern sinnvoll verwertet werden. So werden die Streuobstwiesen genutzt und alle verbindet das gute Gefühl nichts zu „verwiastn“. Die Flüchtlinge erbringen auf diese Weise eine wertvolle gemeinnützige Arbeit.

Bisherige Erfolge

In den bisherigen drei Projektjahren wurden bei 21 Obstklaub-Einsätzen mit insgesamt rund 230 verschiedenen freiwilligen Helfern (120 AsylwerberInnen und 90 BegleiterInnen) knapp 13 Tonnen Streuobst in den Naturparkgemeinden Scharten und St. Marienkirchen/Polsenz gesammelt. Die Äpfel und Birnen wurden überwiegend an Schartner verkauft, ein kleinerer Teil wurde aber auch zu Apfelsaft verarbeitet und den Freiwilligen als Danke-Schön übergeben bzw. vermarktet.

Insgesamt kam bisher ein Erlös von rund € 2.000,- zusammen. „Das 2014 erwirtschaftete Geld wurde für den Aufbau eines Gemeinschaftsgarten beim Asylwerberheim in Leppersdorf verwendet – eine wirklich gute und gelungene Sache“, erzählt Projektinitiator Rudolf Ortner. „Dort können sich die Flüchtlinge nicht nur mit eigenen Lebensmitteln versorgen. Der Garten entwickelt sich auch zunehmend zu einem Treffpunkt, an dem die Menschen aus der Umgebung direkten Kontakt mit den Migranten aufnehmen können. Das verändert sehr schnell die – oft durch Vorurteile verstellte – Perspektive.“

Die Erlöse der Jahre 2015 und 2016 wurden für die Renovierung und Adaptierung des Schulungsraumes im Asylwerberheim Leppersdorf verwendet. Zum einen waren kleinere Renovierungsarbeiten erforderlich, zum anderen soll auch die Ausstattung verbessert werden (z.B. Flipchart, Computer), um die Qualität der Deutschkurse für die Flüchtlinge noch weiter zu verbessern.

Gemeinsam gartl'n

Im Frühjahr 2015 wurde in Leppersdorf ein Gemeinschaftsgarten für Asylwerber angelegt. Der rund 120 m2 große Garten diente nicht nur zur Selbstversorgung der Flüchtlinge, sondern auch als Begegnungszone. Leider musste der Garten mit der Schließung der Asylwerberunterkunft in Leppersdorf aufgelassen werden. 

Obstklaubm-Punschstand

Im Dezember 2015 und 2016 gab es einen Punschstand im Rahmen der Initiative „Obstklaubm“. Die Erlöse aus dem Verkauf von Apfelpunsch und Glühmost fließen zu 100 % in das Sozialprojekt „Obstklaubm nix vawiastn“.  

Schließung des Quartiers in Leppersdorf - neue Kooperation mit dem Roten Kreuz Eferding

Der bisherige Erfolg dieses Projektes bestärkte die Verantwortlichen ihr Engagement auch 2017 trotz der Schließung des Asylwerberheims in Leppersdorf weiterzuführen. Mit der Saison 2017 startet eine Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Eferding. So werden vom Roten Kreuz betreute Asylwerber, Flüchtlinge und Migranten in das Projekt eingebunden und motiviert bei den Obstklaubm-Aktionen mitzuhelfen. Das Rote Kreuz unterstützt das Projekt aber auch logistisch, etwa beim Transport der Helfer zu den Obstwiesen. Die Erlöse aus dem Obstverkauf kommen dem Sozialmarkt des RK  Eferding zu gute.

Medienberichte

Viele Fotos und Kommentare sowie Beiträge zu unseren Obstklaubm-Einsätzen und Kooperationen mit anderen Freiwilligen-Aktionen finden Sie auch auf Facebook.

Einen Nachbericht über die erfolgreiche erste Saison (2014) und das "Erntedankfest" in Scharten gibt es auf BTV zu sehen.  

OÖN, 2. Sept. 2015: "Obstklaubm" mit Asylwerbern in Scharten

TIPS, 28. Sept. 2015: Erfolgreicher Start für das Naturpark-Freiwilligenprojekt „Obstklaubm – nix vawiastn“